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Kraftvolles Ensemble zaubert Lächeln hervor

Badische Zeitung, Kreis EMMENDINGEN, 1.12.2008

Wer an Winterdepressionen  leidet, dem sei der "Freiburg Gospel-Choir" dringend empfohlen.  Die Chormitglieder und Musiker boten am Samstagabend in der Steinhalle  heiße Rhythmen, mitreißende Musik und herzergreifende Texte. Die Besucher waren begeistert. Diese Einstimmung auf den 1. Advent hätte allerdings noch mehr Besucher verdient.  Das 60- bis 80-köpfige Ensemble ist in der Freiburger Lutherkirche  der ESG (Evangelische Studierendengemeinde) zu Hause.

Ein "Abend zum Mitsingen", lobte ein Besucher. Mit dieser Meinung war er nicht allein. Vielen Besuchern lag ein sanftes Lächeln im Gesicht. Kurz nachdem die ersten Takte erklangen und  der Chor  "Jesus, What A Wounderfoul Child" anstimmte, hatte man den Eindruck,   dass die jungen Menschen  die Steinhalle  in sanftes Schwingen versetzen würden.  Solosänger Malcom Green (Virginia, USA) erwies sich als Klasse für sich. Dieses Konzert bewies, dass Gospels nichts von ihrer Kraft eingebüßt haben.   

"Aaaeeeiiiooouuu" und "Brihibrohobruhu"

Badische Zeitung vom Samstag, 2. Juni 2007 

Immer mehr Menschen wollen singen — und zwar am liebsten im Chor: Lauthals Lieder zu schmettern macht sie glücklich / Texte: Verena Schwald

"Träume, Träume, Träume, Traum! Bäume, Bäume, Bäume, Baum!" klingt es aus dem Gemeindesaal der Lutherkirche am Friedrich-Ebert-Platz. Drinnen fuchteln 40 Leute , als hielten sie eine Schnur über ihren Köpfen und wollten diese lang ziehen. Ein Selbstfindungsseminar? Nein! Einsingen beim "Freiburg Gospel Choir" .

Wer den Proben ein bisschen zuhört, will am liebsten gleich selbst mitsingen. Der Probenraum wirkt eigentlich recht kühl. Aber schon bei den Stimmübungen während des Einsingens kommt Leben in die Bude. Knapp 40 lang gezogene "Ja-Ommmm" füllen den Raum. Und als sich dann Chorleiter Carsten Schulz ans Klavier setzt und in die Tasten haut, fühlt man sich, als wäre man in einer Kirche mitten in New Orleans. Und spätestens als der Chor den Gospel-Klassiker "Oh Happy Day" anstimmt und alle über den Köpfen in die Hände klatschen, möchte man ein Solo schmettern. So viel Spaß macht schon alleine das Zuschauen.

Und das Mitsingen noch viel mehr: "Es gibt nichts Besseres nach einem stressigen Tag" , schwärmt die zweite Vorsitzende des Chors, Eva Düker. Mitglied werden ist ganz einfach: Kommen und mitsingen! "Heute sind bestimmt schon wieder fünf Neue da" , freut sich Eva Düker. Studentin Eva Engert ist heute zum zweiten Mal dabei. Im Internet hat sie nach einem passenden Chor gesucht. "Gospel ist so beschwingt, das gefällt mir" ,erklärt sie. Im Repertoire sind vor allem englische Gospels, aber auch afrikanische.

Für Ute Nierholz, erste Vorsitzende des Chors, ist das Singen sogar mehr als nur ein Hobby: "Nach dem Tod meiner Mutter hat mir der Gospel sehr geholfen. Das Heitere und die tolle Gemeinschaft" , erzählt sie.

Dass Singen wieder ein richtiger Trend ist, kann Eva Düker nur bestätigen: "Vor ein paar Jahren musste man sich noch fast schämen, dass man in einem Chor singt. Jetzt finden’s alle toll." Und wer den "Freiburg Gospel Choir" einmal singen gehört hat, der weiß, warum.

Proben sind immer donnerstags von 20 bis 22 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Lutherkirche am Friedrich-Ebert-Platz.
http://www.freiburg-gospel-choir.de